CAD – DAS MÜSSEN SIE BEI BLECH-BIEGETEILEN BEACHTEN! – DIE .STEP-DATEI
An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Checkliste für Ihre STEP-Dateien zur Verfügung stellen. Die aufgeführten Punkte sollen Ihnen dabei helfen, die Dateien so anzulegen, dass Missverständnisse von vornherein ausgeschlossen werden können und der Aufwand für Sie verringert wird. Kurz gesagt dient die Checkliste der Zeitersparnis, der Reduzierung von Fehlern und der Kostenminimierung.
STEP-Dateivorgaben für Blechbearbeitung – effizient & CAD-kompatibel
Damit wir Ihre Bauteile schnell, präzise und ohne Rückfragen bearbeiten können, bitten wir Sie, uns Ihre 3D-Daten im STEP-Format gemäß AP214-Protokoll bereitzustellen. Für eine reibungslose Weiterverarbeitung in unserer Blechfertigung sind folgende Anforderungen an Ihre CAD-Dateien zu beachten:
✔️ Dateiformat & Modellstruktur
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STEP-Dateien im Format AP214
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Eine Datei = ein Bauteil
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Das Modell muss als geschlossener Volumenkörper vorliegen
✔️ Geometrische Anforderungen
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Konstante Blechdicke im gesamten Modell
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Alle Kanten senkrecht zur Blechfläche, keine schrägen Schnitte (Ausnahme: definierte Fasen z. B. Schweißkanten)
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Lose geschnittene Ecken – keine Überlappungen!
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Modell muss sich mit den Standardabwicklungsfunktionen des CAD-Systems entfalten lassen
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Keine Flächenüberlagerung nach der Abwicklung
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Innenbiegeradius = Blechdicke, sofern technisch möglich
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Maximale Abmessungen der Abwicklung: 3980 x 1980 mm
✔️ CAD-spezifische Hinweise
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Keine Gewindebohrungen, Senkungen, Fasen oder Blindlöcher im 3D-Modell enthalten
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Falls Gewinde benötigt werden: Nur Kernlochdurchmesser in der CAD-Datei abbilden
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Das Modell muss einheitlich gefärbt sein
Protokoll AP214
Die 3D-Dateien sind zwingend nach Protokoll AP214 anzulegen
Keine Überlappungen
Alle Ecken sind lose geschnitten und überlagern sich nicht. Das Blechmodell muss mit den Standardabwicklungsfunktionen des 3D-CAD Systems erweiterbar sein. Die Seiten dürfen sich im Ergebnis nicht überlappen.
Der STEP-Datei ist eine PDF-Datei beizufügen. Wir weisen auf unsere Checkliste zu PDF Dateien hin. Wichtig für die PDF zur STEP ist, dass Sie Toleranzen nur nach Notwendigkeit einfügen.
Geschweißte Eckenstöße, die von LTO geschweißt werden sollen, sind auf V-Naht zu konstruieren.
Gravuren sind als linearer Ausschnitt (versenkt) anzulegen. Grundsätzlich sind Gravuren nur auf der Sichtseite des Bleches möglich.
Volumenkörper
Bitte legen die Ihr Modell als Volumenkörper an. Und achten Sie darauf, dass sich jeweils nur ein Volumenkörper pro Datei in der step befindet.
Korrekter Biegeradius
Biegeradius = Innenradius = Blechdicke
Ausnahme: Sollte es funktionsseitig erforderlich sein, dass der BR vom oben genannten Grundsatz abweicht, bitten wir Sie dies in der von Ihnen beizufügenden PDF-Datei explizit uns darauf aufmerksam zu machen.
DIN ISO 2768-M TOLERANZEN
Toleranzen auf Mittelmaß Konstruieren
Farbigkeit der Sichtseite
Die Sichtseite ist in der STEP-Datei mit einer Farbe zu versehen.
Konstante Blechdicke
Bitte beachten Sie, dass Ihr Bauteile eine einheitliche Blechstärke zugewiesen hat, damit Sie ihr Bauteil auch durch den Konfigurator kalkulieren lassen können.
Kreise und Bögen dürfen keine Splines sein
In der Metallverarbeitung sollten keine Splines in CAD-Dateien enthalten sein, da sie von den Maschinen-Systemen oft nicht korrekt interpretiert werden können und die Fertigungsprogramme dadurch ungenau oder fehlerhaft werden.
👉 Was sind Splines?
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Splines sind mathematisch definierte, weiche Kurven, die durch mehrere Punkte verlaufen.
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Sie sind nicht geradlinig wie Linien oder Kreisbögen.
Mögliche Freischnitte Beachten
Die Breite des Freischnitts muss mindestens 1/2 der Materialstärke betragen.
Aufmaße
Ein etwaiges Aufmaß ist von vornherein mit in der Konstruktion zu berücksichtigen.
Keine schräg modellierten Querschnitte
Alle Kanten müssen senkrecht zur Platte stehen. Ausnahme Fasen & Senkungen.
Gewinde & Kernlöcher
Gewinde in Kernlöchern sind zwingend nach DIN 965-1 anzulegen.
Geschweißte Eckenstöße
Geschweißte Eckenstöße, die von LTO geschweißt werden sollen, sind auf V-Naht zu konstruieren.
Wie Sie eine step Datei mit unserem Konfigurator nutzen
Eine DXF Datei ist also der Schlüssel zu hochwertig und passgenau produzierten Laserzuschnitten. Daher setzt unser Laserteile Konfigurator ebenfalls voraus, dass Sie uns eine solche Datei Ihres Werkstückes zur Verfügung stellen. Mit unserem Lasterteile Konfigurator können Sie Ihren gewünschten Laserzuschnitt bis ins letzte Detail planen. Wenn Sie Interesse an diesem Angebot haben, zeigen wir Ihnen hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie vorgehen müssen:
- Laden Sie Ihre step Datei hoch: Sobald Sie unseren Laserteile Konfigurator geöffnet haben, laden Sie Ihre step Datei hoch. Eine solche Datei können Sie mit einem geeigneten Programm, wie zum Beispiel SolidWorks oder AutoCAD erstellen. Unser Konfigurator liest nun die Daten aus und kann die Form Ihres Werkstückes nachvollziehen.
- Wählen ein Material: Nun müssen Sie angeben, aus welchem Material Ihr Laserzuschnitt gefertigt werden soll. Bei uns können Sie unter anderem zwischen Stahl, Edelstahl, Aluminium, Messing und Kupfer wählen.
- Materialdicke: Der Konfigurator erkennt automatisch aus dem step-Modell die Materialstärke
- Geben Sie spezielle Anforderungen an: Sollten Sie spezielle Wünsche haben, die nicht aus der step Datei hervorgehen, können Sie diese jetzt angeben. Dabei kann es sich um weitere Bearbeitungswünsche wie zum Beispiel Entgraten oder eine Pulverbeschichtung handeln.
- Wählen Sie die Stückzahl aus: Der letzte Schritt für Sie ist die Angabe der Stückzahl. Diese ist wichtig, um die Bearbeitungszeit und den Verschnitt ihrer Bestellung bestimmen zu können und Ihnen so den bestmöglichen Preis anbieten zu können.
- Sie erhalten ein Angebot: Aufgrund der von Ihnen angegebenen Daten berechnet unser Laserteile Konfigurator ein individuelles Angebot für Sie.
- Bestätigen Sie die Bestellung: Wenn Sie mit dem Angebot zufrieden sind, müssen Sie nur noch die gewünschte Lieferzeit auswählen und die Bestellung abschließen.
Schritt 1: Ihre Datei hochladen.
Um Ihre Anfrage umsetzen zu können, benötigen wir von Ihnen eine CAD Datei, also beispielsweise eine STEP oder DXF Datei. Diese nutzen wir als Fertigungsvorgabe für unsere Laser. Um eine solche Datei zu erstellen, können Sie etwa das beliebte Programm SolidWorks nutzen. Der Konfigurator eignet sich auch, um Ihr Teil selbst zu konfigurieren, falls Sie nicht über eine Datei verfügen. In diesem Fall können Sie uns alternativ über unsere direkte Laserteile-Anfrage auch eine Skizze zukommen lassen.
Schritt 2: Das Material wählen.
Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Messing und viele weitere Materialien stehen Ihnen für Ihren Blechzuschnitt auf Maß zur Auswahl. Teilen Sie uns mit, aus welchem Metall wir Ihren Zuschnitt fertigen dürfen.
Schritt 3: Materialstärke wählen.
In diesem Schritt geben Sie bitte die gewünschte Dicke des Zuschnitts an. Aus einer STEP Datei können wir diese in der Regel direkt auslesen.
Schritt 4: Ihre Wünsche nennen.
Sie möchten, dass der Blechzuschnitt zusätzlich bearbeitet wird? Wir bieten Ihnen zahlreiche zusätzliche Leistungen wie Gravuren, Pulverbeschichtung, Entgraten und vieles mehr an. Lassen Sie uns einfach wissen, was Sie sich vorstellen.
Schritt 5: Anzahl bestimmen.
Teilen Sie uns zuletzt die gewünschte Stückzahl mit. Bei einer Serienbestellung sparen Sie aufgrund der verringerten Rüstkosten und der Schnittoptimierung.
Erhalten Sie ein individuelles Angebot
Anhand dieser Parameter erstellt unser Laserteile Konfigurator ein individuelles Angebot für Ihren Auftrag.
Wenn Sie dieses annehmen, starten wir direkt mit dem Zuschnitt der Bleche.
